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Welchen Antrieb hätten´s denn gerne? Lieber einen Hybrid in dritter Generation oder doch konventionell einen Diesel mit Automatik? Toyotas Modelloffensive 2009 macht all das nicht unmöglich.
Marcello Norello und Peter Szitar vom Autohaus Wieser hoffen auf viele Taxikunden beim neuen Prius III.
Der neue Prius III, den Marcello Norello, Verkaufsleiter beim Autohaus Wieser in der Landsberger Straße, während des fms-Anwendertreffens „Eurocab“ präsentierte, gehörte zur ersten Lieferung. Erst am Tag vorher hatte das Schiff aus Japan in Bremerhaven angedockt und der Prius war anschließend sofort nach München gebracht worden. Schon das zeigt, wie sehnsüchtig man in der bayerischen Landeshauptstadt auf die neue Generation des Hybrid-Fahrzeugs gewartet hatte. Denn wie bereits in mehreren Ausgaben der Taxi News berichtet, entdecken immer mehr Taxiunternehmer den Spareffekt, den man mit einem „Halb-halb-Auto“ erzielen kann.
Mehrwagenunternehmer Peter Köhl vom Taxicenter Ostbahnhof reduziert mit einem Prius seine Betriebskosten erheblich und schont gleichzeitig die Umwelt.
Halb Elektro, halb Benzin. Bei kleinen konstanten Geschwindigkeiten, beim Bremsen oder im Stillstand arbeitet ausschließlich ein Elektromotor – ohne Spritverbrauch und ohne Emissionen. Dieses Leistungsmerkmal hatte auch schon der Vorgänger, der Prius II.
Sein Nachfolger soll nun noch sparsamer sein. Unter vier Liter pro hundert Kilometer versprechen die Pressemeldungen. Diesen Wert konnten wir bei einer ersten zweistündigen Testrunde noch nicht bestätigen. Im Stadtverkehr und inklusive einer 10-minütigen Autobahnfahrt mit leisen 160 km/h zeigte der Bordcomputer am Ende 5,9 Liter Verbrauch an. Dabei ließ sich die aktuelle Eco-Bilanz wie schon beim Vorgänger vom Display ablesen. Jetzt sogar noch einfacher, denn die Anzeige ist von der Mittelkonsole in den Frontbereich gewandert. Ebenfalls neu ist das äußere Erscheinungsbild: Der Dachschwerpunkt ist aus aerodynamischen Gründen um einige Zentimeter nach hinten gewandert, was neben der damit gewonnen Spritverbrauchsreduzierung auch den positiven Nebeneffekt hat, dass im Rückraum mehr Platz für groß gewachsene Fahrgäste zur Verfügung steht.
Apropos Platz: So schön die Displayanzeige ist, die einen Bogen über die Mittelkonsole bildet: Wo bleibt eigentlich noch Einbauplatz für die taxispezifischen Geräte? „Das IsarFunk-Terminal würde ich wieder oberhalb der Tachoanzeigen an der A-Säule platzieren“, sagt Peter Köhl, Geschäftsführer vom Taxi Center am Ostbahnhof, der bereits sieben Prius der zweiten Generation im Einsatz hat. „Der Drucker passt unter den Bogen der Mittelkonsole. Den Taxameter integriert Intax sicher wieder in den Dachhimmel“. Intax ist der Spezialist, der von Toyota vor der Auslieferung an den Unternehmer mit der Taxiumrüstung inklusive Folierung beauftragt wird. Der Preis für das Taxipaket dürfte ähnlich wie beim Vorgänger bei etwa eintausend Euro liegen. Der Prius III (mit 1,8 Liter 99 PS Benzin- und 60 PS Elektromotor sowie stufenlosem Automatikgetriebe) kostet ab 21.000 Euro.
Wenig Geld also für ein sparsames Auto, das allerdings dann seine Grenzen aufgezeigt bekommt, wenn die Fahrgäste zu viert einsteigen wollen oder größere Gepäckstücke eingeladen werden müssen. Doch auch dafür hat Toyota mit den neuen Avensis und Verso zwischenzeitlich passende Taxis. Vor allem deshalb, weil in beiden Modellen jetzt endlich ein ruhig laufender Dieselmotor mit einer ebenso sanft schaltenden Automatik kombiniert werden kann. Diese positiven Fahreigenschaften konnten wir bei einer ausgiebigen Testfahrt im neuen Avensis „Combi“ am eigenen Leib erfahren. Knapp 25.700 Euro kostet der Avensis inklusive 6-Stufen-Automatik, die allerdings nur mit dem 150 PS starken Selbstzünder kombiniert werden kann. Genau dieses baugleiche Getriebe ist auch im Verso erhältlich. Sein Vorgänger lief noch unter Corolla Verso, hat aber an seiner Variabilität nichts eingebüsst. Nach wie vor können in der dritten Reihe zwei zusätzliche Sitze aus der Versenkung hervorgeklappt werden, so dass eine kurzfristige Beförderung von bis zu sechs Fahrgästen die ein oder andere Fuhre zusätzlich bedeuten kann. Mit einem Grundpreis von 24.000 Euro liegt der Verso genau zwischen dem Prius und dem Avensis.
Aller guten Dinge sind drei. Dieses uralte Sprichwort soll beim Toyota-Autohaus Wieser auch für die Fahrzeuge in Hellelfenbein gelten. Taxiunternehmer sind daher bei Herrn Norello und seinem Team jederzeit willkommen.
Hinweis: Alle genannten Preise zzgl. gesetzlicher Mehrwertssteuer.

Sowohl den Avensis...

als auch den Verso gibt es seit dem Relaunch in Kombination mit einer 6-Stufen-Automatik. |
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Am diesjährigen Taxitag präsentierte die Mercedes-Niederlassung München nicht nur die neue E-Klasse, sondern stellte gegenüber dem TVM auch die Vorzüge seiner Servicewerkstätten vor.

Die Taxi-Berater von Mercedes-Benz München
Neuhausen, Arnulfstraße 61: Robert Humpl Laim, Landsberger Straße 382: Thomas Golob
Milbertshofen, Ingolstädter Straße 28: Gerhard Becker Sendling, Kidlerstraße 36: Hubert Sattlegger
Diese liegen vor allem in der guten geografischen Lage der insgesamt zehn Betriebe begründet, aufgrund der für Münchens Taxler schnelle Hilfe immer in greifbarer Nähe ist. Mercedes-Benz bietet an seinen Standorten neben Wartungs- und Reparaturarbeiten auch Leistungen an, die speziell aufs Gewerbe zugeschnitten sind. Dazu zählt zum Beispiel der Taxi-Express-Service mit kurzen Standzeiten sowie Sonderpreise für Ersatzteile und - für den Fall, dass das Taxi mal ausfällt - den Mercedes-Benz Mobilitätsservice. Damit das Fahrzeug möglichst rasch wieder „auf die Beine kommt“ und zum Geldverdienen bereitsteht, helfen moderne Diagnosegeräte bei der hoffentlich schnellen Fehlersuche. Und um dem ständig währenden Zeitdruck der Taxibranche zu begegnen, bietet der Hersteller mit dem Stern zudem flexible Terminvergaben und eine Fahrzeugabgabe und -abholung an 365 Tagen rund um die Uhr.
Besonderen Wert legt Deutschlands Taxi-Marke Nummer eins dabei auf eine persönliche Betreuung der Taxler und gibt ihnen aus diesem Grund speziell geschulte und erfahrene Serviceprofis an die Hand. An einem extra „Taxi-Counter“, an dem der wirtschaftliche Betrieb der Fahrzeuge im Mittelpunkt steht, können sich die Taxler schnell und individuell beraten lassen.

TVM-Vorstandsmitglied Rooben Haraped vor der Ahnengalerie der E-Klasse, die Mercedes auf dem Taxitag der Niederlassung präsentierte. Das erste Taxi in seinem Unternehmen war ein 124-er. |
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Fast täglich werden irgendwo in Deutschland Taxifahrer ausgeraubt und tätlich angegriffen. Mit einer Video- und Audioüberwachung im Taxi ließen sich solche Übergriffe von vornherein verhindern oder zumindest schneller aufklären.
Foto: Gerd Altmann/pixelio.de
Dabei muss das Plus an Sicherheit für den Taxifahrer gar nicht unbedingt von der Kamera selbst ausgehen. Denn wer ein solches Überwachungssystem in seinen Fahrzeugen anbringt und einsetzt, muss aus datenschutzrechtlichen Aspekten potentielle Fahrgäste mit einem deutlich sichtbaren Hinweis davor warnen. Das alleine schreckt schon die meisten Täter ab, wie Erfahrungen von Taxiunternehmern beispielsweise in Hamburg, Bremen und im nordrhein-westfälischen Remscheid zeigen.
Die preiswerteste Variante für mehr Sicherheit im Taxi wäre also ein Aufkleber á la „Dieses Taxi wird video- / audioüberwacht“ in Kombination mit einer Kamera-Attrappe, die es schon für unter zehn Euro zu kaufen gibt. Aber auch wer auf Nummer sicher gehen und das Geschehen in seinen Taxis tatsächlich aufzeichnen möchte, muss dafür längst nicht mehr so viel Geld ausgeben, wie das noch vor einigen Jahren der Fall war.
Alle Lösungen zur Fahrgastraum-Überwachung arbeiten mehr oder weniger nach dem gleichen Prinzip. Die Kamera ist kleiner als eine Zigarettenschachtel und wird mit sechs bis 24 Volt oder über die Autobatterie betrieben. Sie ist für den Fahrgast deutlich sichtbar auf dem Armaturenbrett angebracht und erfasst mit ihrem Objektiv den Innenraum des Taxis. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle exemplarisch zwei Systeme zur Video- bzw. Audioüberwachung im Taxi näher vorstellen.
Die derzeit preiswerteste Variante kommt von der Aschaffenburger VS Electronic Vertriebs GmbH. Gerade mal 97,90 Euro netto kostet deren Lösung zur Videoüberwachung. Wer mehr als fünf Kameras bestellt, zahlt sogar nur 88,11 Euro pro Stück. Allerdings handelt es sich hierbei lediglich um eine visuelle Überwachung. Gespräche zwischen dem Fahrer und Fahrgast werden nicht aufgezeichnet. Die Kamera wird auf dem Armaturenbrett befestigt, fertigt Aufnahmen im avi-Videoformat und schreibt diese auf eine maximal zwei Gigabyte große SD-/MMC-Speicherkarte, wie sie auch in Digitalkameras verwendet wird. Das reicht für eine Aufnahmedauer von rund vier bis fünf Stunden. Die Aufzeichnungen können natürlich beliebig oft mit neuen überschrieben werden.
Rund dreimal so viel kostet das System, das die Firma EMO Telematik aus Dessau für Taxler anbietet. Das „EMO flex video“ gibt es für 293 Euro netto, es kann aber auch deutlich mehr. Das Modul besteht aus einer Aufzeichnungseinheit und zwei Mini-Kameras, die einfach mittels eines Saugnapfes im Fahrzeug befestigt werden. Eine davon zeichnet das Geschehen im Innenraum des Taxis auf. Sobald das Taxi gestartet wird, nimmt das Gerät auf einer 2GB SD-Speicherkarte 80 Minuten und Video- und auch Audiodaten in einer Schleife auf, wobei nach Ablauf der 80 Minuten die ältesten Daten mit den neuesten überschrieben werden.
Mit einer 16 GB-Speicherkarte können optional bis zu sechs Stunden am Stück aufgezeichnet werden. Der Clou am „EMO flex video“ ist aber die zweite Kamera, die auf die Fahrbahn gerichtet ist. Sie zeichnet mit Hilfe via GPS sowohl die Position des Fahrzeugs als auch seine Geschwindigkeit auf. Registriert der Sensor während der Fahrt einen ungewöhnlichen oder abrupten Wechsel der Fahreigenschaften, speichert das Gerät diese Ereignisse auf der SD-Karte. Diese Daten werden im Gegensatz zu den anderen Aufzeichnungen nicht automatisch gelöscht. Der Fahrer wird zudem durch einen Ton aus dem Lautsprecher akustisch gewarnt und somit auf sein ungewöhnliches Fahrverhalten hingewiesen. Zudem wird die Minute vor und nach der eventuellen Gefahrensituation für eine spätere Wiedergabe aufgezeichnet, was im Falle eines Unfalls bei der nachträglichen Bewertung der Haftungs- und Schuldfrage von Vorteil sein kann.
Die aktuellen Lösungen zur Video- bzw. Audioüberwachung sind also durchaus erschwinglich und können zu einem deutlichen Sicherheitsgewinn für Taxifahrer führen. Um rechtlich keine Schwierigkeiten zu bekommen, muss aber wie eingangs erwähnt unbedingt gut sichtbar für den Fahrgast auf die Überwachung hingewiesen werden. |
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Künftig ist Kapitalnachweis nötig |
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Seit Januar dieses Jahres praktiziert das KVR eine neue Vorgehensweise bei der Verlängerung von Taxikonzessionen. Unternehmer müssen nun mindestens 2.250 Euro Kapitalnachweis erbringen.
 Nur wer einen Kapitalnachweis erbringt, bekommt seine Taxikonzessionen beim KVR verlängert. Fotos: elefoto + pixelio.de/Knipsermann / Montage: fricus
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Taxikonzessionen nur maximal fünf Jahre erteilt werden dürfen. Nach Ablauf der Genehmigungsdauer wird die Ordnungsnummer ohne jede Widerspruchsmöglichkeit eingezogen. Um das zu verhindern, muss der Unternehmer rechtzeitig die Verlängerung seiner Konzession beantragen. Doch was ist rechtzeitig?
Im Normalfall können Unternehmer stets dann stressfrei agieren, wenn sie die Verlängerung ihrer Taxikonzessionen einige Wochen vor dem eigentlichen Ablaufdatum beantragen. Auch der Monat vor dem Ablauf gilt als fristgerecht, auch wenn über die Verlängerung von Gesetz wegen generell immer erst in dem Monat entschieden wird, in dem die Genehmigung abläuft.
Allerdings muss spätestens am Tag des in der Konzessionsurkunde genannten Ablaufdatums der Antrag auf Verlängerung beim Kreisverwaltungsreferat München eingehen. Dabei lässt die Abteilung „Gewerblicher Kraftverkehr“ im dritten Stock (Altbau) des KVR im Sinne des antragstellenden Unternehmers alle erdenklichen Antragsarten, die mit Zeitstempel versehen sind, gelten. Bis Mitternacht können formlose Anträge fristgerecht per Fax, per E-Mail, beim Rathaus an der Pforte und sogar auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Nach Mitternacht ist es allerdings definitiv zu spät. Manch ein Unternehmer hat seine Vergesslichkeit deshalb teuer gebüßt, auch wenn das KVR dazu keine genaue Zahl nennen kann.
Bislang mussten zur Verlängerung der Konzession zusammen mit der original Konzessionsurkunde und dem Konzessionsauszug vier Unbedenklichkeitsbescheinigungen von der Krankenkasse, der BGF, dem Finanzamt und dem Stadtsteueramt vorgelegt werden. Diese dürfen nicht älter als drei Monate sein. Sollten bei der Erstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigungen Schwierigkeiten auftreten, bietet das KVR Hilfe an, indem etwa mit den Stellen, bei denen Schulden bestehen, verbindliche monatliche Zahlungsvereinbarungen getroffen werden. Dann können eventuell befristete Verlängerungen beispielsweise für ein Jahr ausgestellt werden. Grundsätzlich wünscht man sich, dass die Unternehmer gegenüber dem Amt mit offenen Karten spielen.
Seit Januar dieses Jahres verlangt das KVR neben den Bescheinigungen unter anderem allerdings auch einen Kapitalnachweis über 2.250 Euro für die erste sowie 1.250 Euro für jede weitere Konzession. Entsprechende Formblätter sind im KVR erhältlich. Der Unternehmer muss damit beweisen, dass er in Höhe der genannten Beträge liquide ist. Die Bestätigung des Kapitalnachweises muss entweder durch einen Steuerberater oder die Bank erfolgen. Inwieweit Jahresabschlüsse gelten, aus denen sich eindeutig ersehen lassen, dass die Firma über ausreichende Gewinne verfügt, wird derzeit hausintern geprüft. Eine Bestätigung durch einen Anwalt, die Vorlage eines Kontoauszuges, Sparverträge, Lebensversicherungen oder eventuell verfügbare Darlehen genügen den Anforderungen nicht und werden daher nicht anerkannt! Die Kosten für die Verlängerung für fünf Jahre belaufen sich auf 180 Euro für die erste Konzession und 40 Euro für jede weitere.
Der Taxiverband München begrüßt diese neue Vorgehensweise bei den Konzessionsverlängerungen. Seit einiger Zeit wiederholt der Verband in öffentlichen Diskussionen und Veranstaltungen immer wieder, dass die Behörde alle Möglichkeiten der Abfrage und Prüfung der Umsatzzahlen aus den Betrieben ausschöpfen soll. Der seit Januar erforderliche Kapitalnachweis ist zumindest ein erster Schritt, um schwarze Schafe herauszufiltern und nicht leistungsfähige Unternehmen vom Markt zu nehmen. Dies geschieht ganz im Sinne einer guten Dienstleistung am Kunden und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der ehrlich und gut arbeitenden Taxiunternehmen. Derzeit lässt die Münchner Behörde bei der Entscheidung über die Verlängerung erfreulicherweise ein vernünftiges und besonders die leistungsfähigen Unternehmen unterstützendes Augenmaß erkennen. Wir hoffen aber auch, dass im KVR die weiteren durchaus vorhandenen Möglichkeiten der Beurteilung eines Unternehmens, insbesondere das Überprüfen der Ertragslage, ausgeschöpft werden, um die Serviceleistung der Taxiunternehmen in München künftig noch mehr zu steigern. |
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Dem Stillstand auf der Straße begegnen |
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„In jeder Krise steckt eine Chance.“ Dieser in letzter Zeit häufig zitierte Satz klingt wie eine Durchhalteparole. Wo wäre die Chance für das Münchner Taxigewerbe?
Weltwirtschaftskrise, Rezession, schlechte Entwicklungen bei den Firmen, steigende Zahlen in der Arbeitslosenstatistik: Das sind die täglichen Themen in jeder Zeitung auf fast jeder Seite. Auch am Taxigewerbe geht die aktuelle Entwicklung nicht spurlos vorbei. Kolleginnen und Kollegen können von den längeren Wartezeiten und den immer größeren Fahrzeugschlangen an den Taxiständen und meist darüber hinaus ein Klagelied singen.
Immer häufiger wird laut und hartnäckig die Frage gestellt, warum man denn nicht im vergangenen Jahr, als die Spritpreise so hoch waren, eine Tariferhöhung durchgesetzt hat. Vor einem Jahr hätte jeder Fahrgast Verständnis für Preiserhöhungen gehabt. Heute wäre eine Akzeptanz für höhere Tarife sicher nicht zu erwarten, weswegen es auch keiner mehr wagt, das Thema ernsthaft anzusprechen. Wenn die wirtschaftliche Entwicklung sich nicht entspannt, dann werden wir also auch 2010 noch dieselben Fahrpreise verlangen wie im Jahr 2005. Massive Kostensteigerungen in diesem Zeitraum (beispielsweise die Prämienerhöhung mancher Kfz-Versicherer) oder auch nur der Inflationsausgleich für die vergangenen fünf Jahre Jahren können demzufolge nur durch noch längere Arbeitszeiten aufgefangen werden. „Wie soll das gehen in Zeiten der Rezession und der damit einhergehenden deutlichen Umsatzeinbußen?“, klagen die Kollegen.
Schlechte Nachrichten und sinkende Umsätze zwingen nahezu jeden von uns, sich noch mehr Gedanken zu machen und neue Geschäftsideen zu entwickeln und umzusetzen. Wenn beispielsweise die Verkehrsbetriebe schon jetzt ankündigen, in diesem Herbst nicht auf die regelmäßige Preiserhöhung verzichten zu können (oder besser zu wollen?), sollten wir endlich die längst überfällige Gegenrechnung aufmachen: Da für Taxis die Preise nicht erhöht werden, ist ab Herbst eine Fahrt für drei Personen von der Innenstadt nach Bogenhausen günstiger als die Fahrt dieser drei Personen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln! Ganz zu schweigen von der Flughafentour mit acht Personen in einem Taxibus. Derartige Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen.
 Selbstbewusster Kostenvergleich: Schon ab drei Personen ist das Taxi für bestimmte Strecken das günstigste Verkehrsmittel. Bitte weitersagen! ©elefoto
Die Aufgabe der Taxiunternehmer, ihrer Fahrer und der Gewerbevertretungen kann also nur sein, solche Kostenrechnungen werbewirksam unter die Münchner Bürger zu bringen. Wenn diese preisgünstige Alternative dann auch noch mit guter Dienstleistung und positiver Stimmung im Fahrzeug durchgeführt wird, dann wird das gesamte Taxigewerbe auch schnell wieder steigende Umsätze erreichen.
Ganz offensichtlich haben dies bereits sehr viele Kolleginnen und Kollegen verstanden. Beim Taxiverband München gehen derzeit sehr viele Anfragen nach entsprechender Unterstützung durch Seminare und Gruppendiskussionen ein. Viele der Anfragen beziehen sich auf Themen wie den Umgang mit „schwierigen oder anspruchsvollen“ Fahrgästen. Ansteigend sind aber auch die Erkundigungen, was es denn sonst noch für Möglichkeiten gibt, um als Fahrer noch besser auf Fahrgäste und deren Wünsche einzugehen.
Aus diesem Grunde bietet der TVM am Mittwoch, 27. Mai 2009, ein weiteres Mal ein Seminar zum Thema „Umgang mit schwierigen Situationen“ an. Dabei geht es primär darum, wie problematische Fahrten souverän und kompetent gelöst werden können. Das Seminar findet von 12:00 bis 16:00 Uhr in den Räumen des TVM in der Rosenheimer Straße 139 statt und kann bei Bedarf und Interesse weitergeführt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal acht Personen beschränkt, eine Anmeldung ist daher unbedingt nötig. Der Kostenbeitrag beträgt 25,00 Euro pro Teilnehmer.
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Keine internen Grabenkämpfe |
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Leider wurde der Vortrag unseres TVM-Mitglieds während einer IHK-Veranstaltung im Taxikurier missverständlich wiedergegeben. Peter Köhl stellt deshalb noch einmal klar, welche Meinung er und der TVM beim Thema Schwarzarbeit und Eigenkontrolle vertreten.
Am 11. Februar 2009 fand in der IHK das siebte Taxigespräch statt, zu dem auch der TVM eingeladen war. Das Thema lautete „Taxi- und Mietwagenunternehmen im Zeichen von Wettbewerb und Mobilität“. Leider kam es durch meine Ausführungen anscheinend zu einem Missverständnis. Es liegt mir völlig fern, selbstfahrende Unternehmer stärker zu kritisieren als Mehrwagenunternehmer, wie leider fälschlicherweise berichtet wurde. Ein unproduktiver Grabenkampf zwischen Einzel- und Mehrwagenunternehmern würde dem Gewerbe nichts nützen und wäre das Letzte, was sowohl ich als auch der TVM wollen.
Richtig ist jedoch, dass wir eine unmanipulierbare Aufzeichnung der Taxameterdaten, oft als „Fiskaltaxamter“ bezeichnet, unterstützen. Wie wir alle wissen, sieht sich das Taxigewerbe einem nicht unerheblichen Generalverdacht der Steuer- und Abgabenhinterziehung ausgesetzt. Unsere Branche wird dabei im gleichen Atemzug mit Gerüstbauern, Schaustellern und anderen genannt.
"Wäre es nicht wünschenswert, mit einer nachweisbaren Abgabenehrlichkeit eine Kehrtwende beim Image zu schaffen und uns mit mehr Qualität und Engagement der Kundengewinnung zu widmen?"
Seit Jahren führen Zoll und Finanzämter Razzien durch, die in der Öffentlichkeit breitgetreten werden. Die Mitführungspflicht von amtlichen Ausweisdokumenten sowie die Sofortmeldepflicht sind Beispiele für eine verallgemeinernde Kriminalisierung. Es erscheint mir mehr als sinnvoll, selbst nach Eigenkontrolle zu rufen, bevor es andere tun und es mit Recht heißen wird, wir hätten nichts für eine Verbesserung der Situation im Gewerbe unternommen. Die Qualität unserer Dienstleistung macht unser Geschäft aus. Der Datenfunk bringt die Möglichkeit, die schwarzen Schafe direkt zu sanktionieren. Dies wird sich positiv auswirken. Ebenso positiv würde sich die Abgabenehrlichkeit bemerkbar machen. Auch hierfür gibt es eine Art Datenfunklösung, anhand derer die Verantwortlichen identifizierbar sind. Außerdem würden dabei auch die ehrlich arbeitenden Unternehmen erkannt, die sich aufgrund ihrer nachgewiesenen „weißen Weste“ entspannt zurücklehnen könnten. Die nachweisbare - darauf liegt die Betonung - ordentliche Betriebsführung würde das Ansehen unseres Gewerbes sicherlich stärken und zu mehr Akzeptanz in der Bevölkerung führen.
Leider wurde auch mein Ruf nach den Behörden missverstanden. Es ist keineswegs so, dass nur die „unwirtschaftlich“ geführten Betriebe in Bedrängnis kommen, sondern vielmehr die ehrlich arbeitenden Unternehmer, deren Fahrzeuge stehen bleiben, während die mit Schwarzarbeit besetzten Taxis rund um die Uhr laufen. Das kann niemand wollen und es schadet unserem Ansehen.
 Peter Köhl ist Geschäftsführer des Taxi Center Ostbahnhof und arbeitet als TVM-Mitglied in diversen Arbeitskreisen mit.
Dass Hamburger Taxler sich Münchner Verhältnisse wünschen, ist schon geraume Zeit her. Aber selbst damals, als noch 15 Prozent mehr Konzessionen am Hamburger Markt tätig waren, war der Konkurrenzdruck in München schon härter: München hat die größte Taxidichte Deutschlands! Die Datenfunklösung für die Taxameterdaten erzeugt im Übrigen nicht, wie fälschlicherweise angenommen, mehr Verwaltungswust - das Gegenteil ist der Fall. Durch die elektronische Einnahmeursprungsaufzeichnung entfällt das Sammeln der Schichtzettel, die Firmen- und Personalumsätze sind gegenüber allen Behörden ohne jeden Papieraufwand nachweisbar, Verwaltungs- und Prüfungsaufwand wird reduziert.
Außerdem stellt sich für uns alle doch die Frage: Sollen wir auf ewig so weitermachen – uns mit Kriminalisierung, Razzien und schlechter Presse herumschlagen? Wäre es nicht wünschenswert, mit einer nachweisbaren Abgabenehrlichkeit eine Kehrtwende beim Image zu schaffen und uns mit mehr Qualität und Engagement der Kundengewinnung zu widmen?
Persönlich begrüße ich, ebenso wie der TVM, alle Maßnahmen für eine Qualitätsoffensive innerhalb der Taxibranche. Für die Zukunft würden wir uns wünschen: Wir alle sollten nach dem Motto arbeiten: Konkurrenz belebt das Geschäft! Wenn sich alle darum kümmern, die eigene Qualität zu verbessern und Kunden von der eigenen Leistung zu überzeugen, wird das mehr bringen, als die Leistung der Konkurrenz schlecht zu machen. |
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